Das Vereinsgewässer

Das Vereinsgewässer

 

 

Die Götzinger Achen entwässert den Waginger See nach Osten. Erst bei Spöck ändert sich sein Lauf in Richtung Kirchanschöring und Fridolfing. Bei Fridolfing schneidet sie das Alluvium des Salzachtales an und fließt bei Tittmoning in die Salzach.

Im Achental ist die Kulturlandschaft von der Land- und Forstwirtschaft geprägt. In den vergangenen Jahrzehnten wurden in Kirchanschöring und Fridolfing verstärkt land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen in Bauland umgewandelt. Regelmäßig überschwemmte Flächen wurden großteils aufgefüllt und gewässernah bebaut. Gewässerbegleitende Uferstreifen sind im Ortskern von Kirchanschöring kaum mehr vorhanden oder mit standortfremden Gehölzen (Fichten, Hypridpappel) bestockt.

Das nahezu trapezförmige Gerinne der Götzinger Achen weist Böschungshöhen von bis zu 4 m auf. Durchschnittlich beträgt die Böschungshöhe rd. 2 m. Mit einer mittleren Gewässerbreite von rd. 8 m schlängelt sich die Achen bis zur Salzach. Ab der OBAG-Ausleitung bei Güßhübel wird in der Achen eine Restwassermenge von 200 bzw. 300 l/s weitergeleitet.

Ein ausreichend breiter, ökologisch intakter Uferstreifen ist, abgesehen von den Wald- bzw. Auwaldabschnitten, nur in einzelnen Gewässerabschnitten vorhanden. Die Uferstreifen beschränken sich meist auf die Uferböschung und den durch die überwiegende einreihige Bepflanzung abgegrenzten Ufersaum. Die Gehölze wurzeln in den oft übersteilen (teilweise fast senkrechten) Uferböschungen. Die Grundstücksgrenze des Gewässers ist häufig noch durch die Mittelwasserlinie fixiert. Die Uferböschungen sind Bestandteil der Ufergrundstücke.

Als Abfluss des Waginger Sees hat die Götzinger Achen wenig Geschiebetrieb. Feinkörnige Sedimente werden überwiegend durch Seitenerosion in das Gewässer eingebracht. Die mittlere Korngröße beträgt rd. 10 mm. Im nahezu unverbautem Gewässerverlauf kann die Achen nach wie vor Kiesbänke und Kolke ausbilden. Der Waginger See ist nach der "Trophie der Seen" als eutroph eingestuft. Die Gewässergüte nach Saprobienindex der Götzinger Achen liegt vom Auslauf Waginger See bis zur Kläranlage Kirchanschöring durchgehend bei II (mäßig belastet), ab dort Güteklasse II-III (kritisch belastet), verbessert sich dann etwa auf Höhe Rothanschöring wieder auf Güteklasse II bis zur Einleitung aus der Kläranlage Fridolfing. Dort verschlechtert sich die Gewässergüte für eine kurze Fließstrecke wieder auf II-III.

 

 

 

 

 

 

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